Podcaste nicht ohne deinen Redaktionsplan

Podcaste nicht ohne deinen Redaktionsplan

Podcaste nicht ohne deinen Redaktionsplan

Podcaste nicht ohne deinen Redaktionsplan

Die größte Herausforderung beim Podcasten ist es, spannende Themen und Interviewgäste zu finden. Da die Suche nach beidem sehr zeitintensiv ist, hilft es, in anderen Arbeitsbereichen möglichst effizient zu sein. So gewinnst du als Podcaster wertvolle Zeit, um dich der Themenfindung widmen zu können.

Was ist ein Redaktionsplan?

Das beste Mittel, um strukturiert zu arbeiten, ist das Erstellen eines Redaktionsplans. Er hilft dir bei der Planung, Produktion, Veröffentlichung und Verbreitung deines Contents.

Ein Redaktionsplan kann für unterschiedlichsten Content genutzt werden: Blogs, soziale Medien, Webseiten, Video-Shows oder eben auch Podcasts. Der Plan bietet eine langfristige Orientierung, da wochen-, monats- oder jahresweise die Veröffentlichung der Beiträge festgelegt wird.

Warum brauchst Du einen Redaktionsplan?

Wir alle sind Gewohnheitstiere, das gilt auch für deine Hörer. Will heissen, dass du deine Hörerschaft an einen regelmässigen Veröffentlichungsrhythmus gewöhnen solltest. So wissen sie immer ganz genau, an welchem Wochentag und mit welcher Regelmässigkeit sie neue Beiträge von dir erwarten dürfen.

Das erfordert eine disziplinierte Arbeitsweise, bei der ein Redaktionsplan gut unterstützen kann. Er hilft dir, deine Sendungen über eine gewisse Zeitspanne im Voraus zu planen. Idealerweise solltest du mindestens eine Quartalplanung erstellen, noch besser ist eine Halbjahres- oder Jahresplanung. So kannst du deine Sendungen frühzeitig erstellen und gewinnst Zeit, um beispielsweise deinen Podcast besser zu Vermarkten und Werbekunden zu gewinnen.

Saisonale Anlässe und Themenmonate berücksichtigen
Der Redaktionsplan hilft auch, saisonale Events zu berücksichtigen. Oft gehen diese im Alltagsstress vergessen und du vergibst dir die Chance, ein aktuelles Thema in deinem Podcast aufzugreifen.

Eine weitere gute Möglichkeit, deinen Hörern Struktur zu bieten, sind sogenannte Themenmonate. Ist ein Hauptthema definiert, so kannst du es in mehrere Episoden herunterbrechen (je nach deiner Frequenz) und hangelst dich so an einem Thema entlang.

Wie erstellt man sich einen Redaktionsplan

Es gibt viele Methoden, um einen Redaktionsplan zu erstellen. Am Anfang steht das Brainstorming, sprich das Sammeln von möglichen Ideen. Dafür gefällt uns Evernote besonders gut. Mit Evernote lassen sich Ideen auf verschiedene Arten festhalten. Man kann sie einsprechen, eintippen, aufzeichnen, einen Link oder ein Bild sichern. Auch das klassische Mindmapping eignet sich hervorragend, um seine Ideen zu visualisieren und sie anschliessend in mögliche Themenblöcke oder Sendungen zu clustern.

Wenn das Ideengerüst steht, wird der eigentliche Redaktionsplan erstellt. Trello ist ein gutes Tool dafür. Anders als z.B. in Excel, lassen sich Themen mittels Drag ‘n Drop leicht auf der Timeline verschieben. Und die Kalenderfunktion bietet eine Top Übersicht über alle geplanten Sendungen.

Storymodus - der Redaktionsplan von Morgen

Es gibt Stimmen die behaupten, der Redaktionsplan habe bereits ausgedient. Wer up-to-date sein will, sollte mit Storymodus arbeiten. Doch worum geht es dabei genau?

Die heutigen Nutzer von Social Media Kanälen snappen, boomerangen oder starten gleich eine Liveübertragung. Sogenannte Influencer leben längst im Storymodus, was zählt ist das Hier und Jetzt. Kommunikation im Storymodus bedeutet also authentische Kommunikation in Echtzeit: Deine Inhalte werden spontan und via Liveübertragungen und ohne zuvor abgestimmte Konzepte oder Strategien veröffentlicht. Follower und Hörer kriegen live mit, was gerade passiert.

Redaktionspläne werden für überholt erachtet, da sie es verhindern, Content in genau dem einen Moment zu erstellen, sondern auf einer mittel- bis langfristigen Planung basieren. Sie killen sozusagen die ganze Dynamik und Spontanität.

Lässt sich als Podcaster der Spagat zwischen Struktur und Spontanität schaffen? Wir denken es braucht eine gute Mischung aus beidem. Die Hauptthemen sollten nach wie vor mittels Redaktionsplan organisiert und erstellt werden. Aber vielleicht ist es sinnvoll, die Podcasts beispielsweise mit Instagram zu verknüpfen. Warum den Hörern nicht anhand einer Story zeigen, wo der aktuelle Podcast gerade produziert wird? So kann wertvoller und exklusiver Content generiert und dieser spontane Live-Moment erzeugt werden.